Das Training im Allgemeinen

Das Training beginnt mit einem ausführlichen Aufwärmtraining, ( 20 - 30 Minuten) und setzt sich zusammen, aus einem Konditionstraining, Stretching, Lockerungsübungen für Muskulatur, Sehnen und  Gelenken, sowie Anspannungsübungen für  Muskeln und Sehnen. Hier  werden  folgende Methoden des Stretching eingesetzt:  

Dynamisches Dehnen:

Hierbei  geht  es  um langsame  und  schnelle  dynamische  Wiederholungen  von  abwechselnden Bewegungen hintereinander in gleichmäßigen Intervallbewegungen.

Statisches Dehnen:

Bewegungsübungen, bei dem der Körper langsam in eine richtige Dehnposition, (mindestens  20 Sekunden) gebracht und wieder gewechselt wird.

Falsche  Dehnung ist ein  häufig  auffallendes Problem. Eine  Eigenschaft  der Muskulatur ist die Kontraktion. Muskulatur ist nicht fähig Dehnung und Kontraktion gleichzeitig zu leisten. Wenn auf Kommando auf- und abgefedert wird, um gezielte Muskelgruppen zu dehnen, so ist dies nicht nur uneffektiv , sondern  auch  schädlich . Das Federn  des Muskels  durch  kurzen  Takt wirkt auf die jeweiligen Muskelgruppen, die gedehnt werden sollen, als Schock, der  sie logischerweise nicht dehnt, sondern sie sich eher zusammenziehen lässt. In diesem Fall werden die Muskeln von einem Mechanismus geschützt : dem Dehnreflex. Wenn man die Muskelfasern übermäßig streckt, durch Federn oder Überdehnung, wird ein Nervenreflex ausgelöst, der dem Muskel das Signal erteilt, sich zum Schutz vor Schäden  zusammenzuziehen.  Wenn dennoch weiter übermäßig gestreckt wird , kann es Schmerzen verursachen und ggf. auch mikroskopische Risse in den Muskelfasern. Diese Risse bilden später Narbengewebe innerhalb der Muskeln und vermindern dadurch die Elastizität.

Daher also: die wichtigste Regel zum Dehnen: NICHT federn!

Eine richtige Dehnung soll in drei Phasen erfolgen:

a.) leichte Dehnung ca. 20 Sekunden halten
b.) fortschreitende Dehnung ca. 20-30 Sekunden halten
c.) starke Dehnung - nicht weiter dehnen

Man soll jeweils ca. 20 - 30 Sekunden mit einer Dehnhaltung in einer leichten Spannung verbringen ohne nachzufedern. Regelmäßiges Ein- und Ausatmen dabei sorgt für die nötige Entspannung des Körpers.

Nach dem Aufwärmen und Dehnen sollten die Muskeln wieder in leichte Spannung versetzt werden. Die  Dehnung  ist eine Aktivität  um gezielt  Muskelgruppen  zu  strecken und auf die Dehnsituation vorzubereiten,  welche  im  Hauptteil  des  Trainings ( oder Wettkampfes ) plötzlich  auftreten wird. Ironischerweise  bedeutet  der gedehnte  Zustand aber eine Situation, in der  Muskel  nicht arbeitet und sich die Muskelfasern nicht schnell zusammenziehen können. Da Kampfsport zum großen Teil auf Schnellkraft basiert und Schnellkraft eine Folge des Zusammenziehens der Muskeln ist, sollte ergo wieder eine leichte Spannung aufgebaut werden. Dies geschieht bei uns durch ein paar leichte und lockere Schläge, Blöcke und Tritte zu Beginn des Haupttrainings.

Konditionstraining:

Der ganze Körper  wird  durch  langsam  beginnende  und  dann  schneller  werdende  Bewegungen aufgewärmt. Wichtig hierbei ist, dass der gesamte Körper aufgewärmt wird. Das heißt möglichst alle Sehnen und Muskeln des Körpers. Oftmals wird der Fehler begangen, das man als Aufwärmtraining 20 Minuten  läuft, mit  dem Effekt  das die  Schüler  durchgeschwitzt und die Beine so leidlich aufgewärmt sind. Hierbei  wird übersehen, dass  der  Oberkörper und die Arme noch kalt sind (d.h. die Muskeln  und  Sehnen sind noch nicht warm, aber  man  schwitzt  trotzdem)  und  das die Beinmuskulatur  durchs  einseitige  Laufen  eher  angespannt  als  gelockert  sind. Optimal  sind  viele verschiedene Übungen abwechselnd für Arme, Beine, Unter- und Oberkörper um alle Sehnen und Muskeln anzusprechen.

KINDER und Jugend TRAINING

Konzentration, Disziplin & Durchhaltevermögen sind elementare Bestandteile in den Kampfkünsten. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist dieses auch für das spätere Leben nicht zu unterschätzen.

Beim Kinder- und Jugendtraining unter besonders qualifizierter Aufsicht und mit besonderen Methoden werden der Ehrgeiz, die Selbsteinschätzung, das  eigene Selbstvertrauen und Fairness  geschult.  Wir  sind der Meinung , dass genügend  Selbstbewusstsein  viel  zur „ Lebensqualität “ und „Sicherheit“ unserer Kinder und Jugendlichen beiträgt. Ein selbstbewusstes  Kind oder  Jugendlicher  lässt  sich nicht so  einfach  einschüchtern (erpressen oder provozieren) denn eines ist Sicher; „Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf"

                                  

Erfolgreich bestandene Prüfungen machen die Kinder und Jugendlichen  stolz  auf  ihre  Leistungen  und  motivieren. Die Prüfungen werden nach strengen Vorschriften der Organisation und Verband abgehalten.

Die  Kinder  und  Jugendlichen  werden  bei  uns  mit  Spaß  und Motivation an alle Bereiche des Kampfsports herangeführt und lernen aus Rücksicht auf die Gruppe, das eigene Ego  hinten  anzustellen. Hierdurch lernen die Kinder und Jugendlichen eine Art von Disziplin, welche sie sonst in dieser Form nie akzeptieren würden.

 

Aber auch die wichtigen Faktoren wie; Spaß und Freude gehören zu einem guten  Training. Und das nicht nur beim gemütlichen Zusammensein, Lehrgang oder bei einem Ausflug.

Es ist mehr als  nur ein  einfaches  Hobby,  sondern auch vielmehr eine besondere Art der Er-ziehung und Charakterfestigung. Hier werden keine Schläger oder Randalemacher erzeugt,  sondern die positiven Werte und Tugenden gefördert , sowie die eigene Persönlichkeit entfaltet.

Der Karate Club Okinawa beteiligt sich  neben  dem Kindertraining  im eigenen Dojo, auch an der Jugendpflege in staatlichen Einrichtungen und gemeinnützigen Intuitionen.